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C. A. T. 2010: Ardéche


 
Back To The Roots

  Für Vier/Sechstel* des Chaos Adventure Teams liegen die Freundschaftswurzeln an der Ardéche**. Es bot sich also an,
  mal wieder zum Paddeln nach Südfrankreich zu fahren. (siehe auch Ardéche)
 

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  *Man könnte den Bruch auch auf Zwei/Drittel kürzen, aber so ist er aussagekräftiger.
  ** …oder in der Ardéche, so genau weiß man das nicht mehr.
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  Mittwoch, 02.06.2010: Anreise

  Bei einer Distanz von 789 km mussten wir für An- und Abreise jeweils einen ganzen Tag einplanen. Damit diese beiden Tage nicht
  gänzlich verloren waren und wir nicht eintönig in zwei Pkws hintereinander her düsen und dösen mussten, hatten wir uns einen
  neunsitzigen Bus gemietet (FORD Transit). Da war viel Platz für sechs Chaoten samt Gepäck und die Party konnte schon beim Start
  beginnen. 


  Michel und Martin, die beiden Erlenbacher hatten den Bus übernommen und kamen kurz nach 8:00 Uhr bei mir vorbei. Wir trafen
  uns mit den Anderen bei Dieter.  Der Bus wurde beladen und mit Betze-Schal und C.A.T.-Fahne geschmückt. Um 8:30 Uhr rollten
  wir los.
   





  Über Saarbrücken fuhren wir zunächst nach Forbach, wo das CORA nach einem genau ausgetüftelten Plan systematisch geplündert
  wurde. Reichlich mit Proviant versorgt ging’s nun über Metz, Dijon und Lyon auf die Route de Soleil und ab Richtung Montélimar.







Pause auf dem Rastplatz Verbrüderung mit Einheimischen ... ... und die temp. Aufnahme ins Team
  
  Dann waren es nur noch ein paar Kilometer Landstraße bis Vallon Pont d’Arc.




Ausichtspunkt oberhalb von Bourg Saint Andéol 
  
  Am Campingplatz “La Roubine“ kamen wir um 18:30 Uhr an und waren damit eine Stunde schneller, als der Routenplaner
  prognostiziert hatte.

 
  Wir richteten unser Mobil Home ein und hissten die Fahnen. Dann wurde auf der Veranda der Tisch gedeckt und die erfolgreiche
  Anreise begossen. Schließlich erkundeten wir den Campingplatz und die nähere Umgebung.
 



 
  Donnerstag, 03.06.2010: Les Trois Eaux 

  Der Tag wurde mit einem opulenten Frühstück begonnen und dann systematisch durchgeplant. Da Zwei/Sechstel des C.A.Teams
  die
Ardéche noch nicht kannten, wurde eine Sightseeing-Tour beschlossen.








  Zunächst fuhren wir zum “Camping du Pont d’Arc“, wo der legendäre “KCK BLUB“ vor einem viertel Jahrhundert residierte
  (siehe 
auch Ardéche). Am Strand der Ardéche, direkt unter dem berühmten Pont d’Arc durften die Ardéche-Neulinge erstmals
  diese 60 m 
  breite und 45 m hohe natürliche Steinbrücke auf sich wirken lassen.






  Danach fuhren wir weiter zur Stromschnelle “Les Trois Eaux“. Diese muss von der Landstraße aus auf einem ca. 5 km langen Pfad 
  erwandert werden. Dort machten wir es uns auf den Felsen bequem und schauten zu, wie die Paddler versuchten, die
  Stromschnelle unbeschadet zu passieren. Obwohl an Wochentagen auf der Ardéche paddlermäßig nicht viel los ist, kann man hier 
  Stunden verbringen, ohne dass es einem langweilig wird.





  
  Irgendwann mussten wir aber zurück zum Bus.



  Hungrig, wie wir inzwischen waren, fuhren wir noch einmal zurück zum Restaurant des “Camping du Pont d’Arc“, um uns mit 
  überteuerten Sandwichs und nahezu unerschwinglichem Weißbier zu stärken.






  Am Rand des Canyons entlang führt eine Landstraße (Corniche), in deren Verlauf mehrere Aussichtsplattformen angelegt sind.
  Diese
bieten die einzigen Möglichkeiten, von außen einen Blick in den Canyon zu werfen. Darum sind sich die Urlaubsfotos aller 
  Ardéche-Touristen so ähnlich. Auch unsere Bilder sehen nicht viel anders aus, denn wir klapperten nun alle Fotostops ab.










  
  Zurück auf dem Campingplatz “La Roubine“ spielten wir erst mal eine Partie Boule. Leider habe ich vergessen, wer gewonnen hat.


  
  Danach ging’s ins Städtchen und in eine Pizzeria um den Tag kulinarisch ausklingen zu lassen.


   

 

  Freitag, 04.06.2010: Paddeln auf der Ardéche

  Für heute war das eigentliche Ardéche-Abenteuer angesagt. Der Fluss sollte per Kanu bezwungen werden.

  Michel konnte aufgrund eines Handicaps an der Paddeltour nicht teilnehmen. Damit er nicht alleine zurückbleiben musste, habe 
  ich ebenfalls aufs Paddeln verzichten. Stattdessen wollten wir die vier Paddler am “Gournier“ besuchen. Das ist der Biwak-Platz,   
  wo all diejenigen Paddler übernachten, die den Fluss in zwei Tagen befahren. Von der Landstasse aus gibt es einen Weg nach unten.
 

  Nach dem Frühstück wurden die vier Paddler an der Rezeption des Campingplatzes abgeholt und zum Startpunkt der Kanutour   
  gefahren. Sie übernahmen die Boote und paddelten los, unter anderem durch die Stromschnelle “Les Trois Eaux“, die wir am 
  Vortag so ausgiebig in Augenschein genommen hatten.




  Michel und ich beendeten das Frühstück etwas entspannter und fuhren dann mit unserem Bus zum Ausgangspunkt für den Weg zum
  “Gournier“. An dieser Stelle ist der Canyon mehr als 300 Meter tief. Der betonierte Weg nach unten ist so steil, dass ich ernsthaft
  überlegt habe, rückwärts zu laufen. Bei einem Sturz wäre man wahrscheinlich bis nach unten durch gepurzelt. Zum “Bremsen“
  musste ich Muskeln in Anspruch nehmen, von deren Existenz ich bisher keine Ahnung hatte.
 

  Unten angekommen trafen wir unsere Paddler, die ebenfalls gerade angelegt hatten. Zunächst wurde gemeinsam gevespert.


Ankunft der Paddler am Gournier

Kontaktaufnahme mit den Fußgängern


Die Fußgänger treffen ein


  Jetzt hatten Michel und ich die Gelegenheit, ein wenig zu paddeln und den Anderen zu zeigen, wie man das richtig macht ;-)






  Dann war Zeit zum Aufbruch. Die vier Paddler stürzten sich mir ihren Booten in neues Ardéche-Chaos und neue Ardéche-
  Abenteuer.

 







La Cathédrale




  Wir beiden Fußgänger mussten nun den mörderischen Betonweg wieder nach oben. Ich schätze die Steigung   auf mehr als 25%.
  Weit nach vorne gebeugt, um nicht rückwärts umzukippen, schafften wie jeweils 40 bis 50 Meter am Stück, um  dann den nächsten
  Schatten anzusteuern und zu verschnaufen. Einziger Trost bei dieser Quälerei war, dass wir hier Aussichten in den Canyon hatten,
  die nicht jeder Tourist zu Gesicht bekommt.

 

   

  Am Bus angekommen brauchten wir zunächst mal eine längere Verschnaufpause. Dann fuhren wir die Landstraße am Rande des
  Canyons hinunter nach Sauze, um die Ankunft der Paddler zu erwarten. Es dauerte nicht lange. Das Timing hat an diesem Tag
  einfach gepasst. Die Boote wurden auf den Bootshänger des Paddel-Veranstalters geladen und die Tonnen ausgeräumt. 

   

  Gegenüber vom Parkplatz war eine Bar, wo sich das nun wiedervereinte Team erst mal ein Bier gönnte (genau genommen
  waren es bei sechs Chaoten natürlich sechs Biere).

  Dann fuhren wir einen Ort weiter nach St. Martin d’Ardéche. Beim Spaziergang durch die Altstadt entdeckten wir eine kleine
  Crêperie und diskutierten die Tageserlebnisse bei Crêpe und Cidre.

   

 

  Samstag, 05.06.2010: Die Erholungsphase

  Nach zwei anstrengenden Tagen stand Erholung auf dem Programm. Zum Relaxen fuhren wir erneut zum Strand am Pont d’Arc
  (Camping du Pont d’Arc) um noch einmal die imposante Kulisse zu genießen.







  An Wochenenden ist auf dem Wasser die Hölle los. Die Einheimischen behaupten, dann sind so viele Boote unterwegs, dass man
  trockenen Fußes den Fluss überqueren kann.

       

  Das haben wir nicht ausprobiert, denn für Kurzweil war auch anderweitig gesorgt.
  Die gegenüberliegende Böschung wurde beispielsweise von einigen Paddlern als Rutschbahn benutzt, um mit den Booten von oben
  ins Wasser zu sausen.
     
 
  Wir sahen waghalsige Kletterer, die in den Pont d’Arc hineinkletterten und aus eine Höhe von ca. 15 Metern in den Fluss sprangen.

  Aber am amüsantesten war das Chaos an der Stromschnelle vor dem Pont d’Arc. Hier kann man stundenlang zuschauen und es

  passieren immer wieder neue Kuriositäten. Völlig inkompetente Paddler veranstalten hier ungewollt ein Kenter-Desaster, das 
  seines Gleichen sucht.





   

  Zu jedem Urlaub im Süden gehört auch ein “Leckeis“ . Das genehmigten wir uns anschließend in Vallon... 









Was iss'n da los? Wo?


Oh, eine Hochzeit! ... und da ist ja auch die Braut.

   ...um dann abends im Restaurant unseres Campingplatzes einzukehren. 


   
   Abgesehen von einem hervorragenden Essen und zum Teil noch tiefgefrorenem Baguette gab es während die Essens eine Begegnung 
   der anderen Art. Eine Gottesanbeterin besuchte uns am Tisch. Sie war sehr entspannt und ließ sich bereitwillig fotografieren.
       


  Sonntag, 06.06.2010: Rückreise

  Am Vorabend hatten wir schon gepackt. Nun wurde nach dem Frühstück der Bus beladen, die Wohnung gefegt und der Müll entsorgt.
  Kurz nach 8:00 Uhr starteten wir zum Rücksturz in die Pfalz. Bis Lyon war das Wetter prima, so wie all die letzten Tage.

       

  Dann zogen Wolken auf und in Burgund goss es in Strömen. Teilweise konnten wir fast nur noch Schritttempo fahren. 

       

  Insgesamt kamen wir trotzdem ganz gut voran und erreichten Kaiserslautern um 18:00 Uhr. 

  Die kulinarischen Überreste wurden aufgeteilt, sodass jeden noch ein Stück leckeren Urlaubs mit nach Hause nehmen konnte.


letzte Änderung: 05.11.2010