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Neu Wolfstein und Eisenknopf

über mich

 
Als ich vor geraumer Zeit vertretungsweise die Homepage-Pflege der Friedensinitiative Westpfalz übernahm, weil der vorherige Webmaster aus gesundheitlichen Gründen ausfiel, habe ich mich zum ersten Mal mit der Gestaltung von Websites auseinandergesetzt.  ... und siehe da: Es hat riesigen Spaß gemacht.
 
Die Freude am Gestalten hat mich schnell auf die Idee gebracht, eine eigene Homepage zu entwerfen. Kurz entschlossen habe ich mir diese Domain besorgt, ohne auch nur die geringste Idee zu haben, wie meine Site aussehen könnte.
 
Und nun begann eine hochinteressante Phase der Selbstfindung:
 
-         Wer bin ich denn eigentlich?
-         Was macht meine Person aus?
-         Was ist mir wirklich wichtig?
 
Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen und darum wird sich meine Seite in Zukunft weiterentwickeln und immer wieder verändern.
 
 
Zu meiner Person:
 
Ich heiße Egbert M. Kullack und lebe und arbeite in Kaiserslautern.
 

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Der Name
 
Auf den ersten Blick könnte der Name Kullack russischen Ursprungs sein:
 
Der Begriff Kulak (russ. кулак, »Faust«) war in Russland bis 1917 eine abfällige Bezeichnung für Zwischenhändler, Wucherer und Schwindler. Nach der Oktoberrevolution unter Lenin und im Rahmen der Kollektivierung unter Stalin wurde die Bedeutung des Begriffs "Kulak" jedoch ausgedehnt und mit allen ländlichen “Ausbeutern“ gleichgesetzt, wobei auf dem Höhepunkt der Kollektivierung 1932/33 bereits weniges landwirtschaftliches Eigentum wie zum Beispiel eine Kuh oder die Beschäftigung von Tagelöhnern oder gar Knechten als Kulakentum interpretiert wurde und zu entsprechenden Zwangsmaßnahmen führte: zuerst höhere Abgaben, dann Enteignung, dann Deportation in den Archipel Gulag.
 
Tatsächlich scheint der Name aber vom sorbischen Wort Kula = Kugel abzustammen. Das würde geographisch eher zur Herkunft meiner väterlicher Vorfahren passen und wenn man mich anschaut, wird auch klar, welche Kugel gemeint sein könnte.
 
 
Und der Vorname?
 
Der Vorname ist angelsächsischen Ursprungs. Er ist aus egge (=Spitze, Schwertschneide) und bert (=Glanz) zusammengesetzt. Der Name Egbert ist im gesamten indo-germanischen Sprachraum verbreitet. Am häufigsten Verwendung findet er im skandinavisch-germanisch geprägten Raum.
 
 
Wenn wir nun den russischen Ursprung des Familiennamens (= Faust) zugrunde legen (was eher unwahrscheinlich ist) und mit dem Vornamen zu einer Einheit kombinieren, entsteht so Etwas wie:
 
"Der mit dem glänzenden Schwert in der Faust".
 
Ein unmöglicher Name für einen Pazifisten wie mich, oder?
 

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Die Wurzeln
 
Geboren wurde ich im Januar 1957 in Wolfstein/Pfalz - im Haus meiner GroßelternBaby Egbert
“In den Steinwiesen 4“. Meinen Vater (Bernhard) hatte es samt Familie Mitte der 50er als Flüchtling über etliche Umwege nach Wolfstein verschlagen. Die Kullacks stammen ursprünglich aus Prittisch, Kreis Schwerin an der Warthe, in der damaligen preußischen Provinz “Grenzmark Posen-Westpreußen“. Heute heißt der Ort Przytoczna und liegt im Kreis Międzyrzecz in der Woiwodschaft Lebus in Polen.
 
Die Mutter (Jenny) entstammt einer alteingesessenen Bauernfamilie (Schehr, genannt: Hofhannes) aus Frankelbach, einer kleinen ländliche Gemeinde, 6 km von Wolfstein entfernt.
 
 

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Behütete Kindheit
 
zweiter SchultagGleich nach meiner Geburt begannen meine Eltern mit einem Hausbau, nur fünf Bauplätze von meinem Geburtshaus entfernt (In den Steinwiesen 14). In diesem Elternhaus habe ich bis zu meinem 32sten Lebensjahr gelebt; also mehr als die Hälfte meines Lebens.
 
Das Haus steht am Stadtrand, unweit von Wiesen, Wald und Äckern. Die Kindheit hier war unbeschwert. Mit den vielen Freunden wurde vorwiegend draußen gespielt.
 
Die Grundschule hieß damals noch Volksschule und war zu Fuß bequem zu erreichen.
 
Das Gymnasium (staatliches neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium Lauterecken, heute: Veldenzgymnasium) war nur 10 Bahn-Kilometer entfernt in Lauterecken.
 
 

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Unbeschwerte Jugend
 
Den Alltag bildete in dieser Zeit natürlich die Schule. Im Grunde genommen hätte ich nach der mittleren Reife von der Schule gehen und einen anständigen Beruf lernen sollen, denn die Schule hing mir ziemlich zum Hals heraus. Allerdings war es bequemer, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, als sich Gedanken über eine Ausbildung zu machen und eine Lehrstelle zu suchen. Also habe ich mich die restlichen drei Jahre durch die Oberstufe gelangweilt und irgendwie das Abitur geschafft.
 
Der Lebensinhalt dagegen war die Musik.
 
Das Highlight eines jeden Jahres war der vierwöchige Campingurlaub mit den Eltern in Cavallino. Dort traf ich jedes Jahr die gleichen Stammgäste, zu denen während des Jahres rege Brieffreundschaften gepflegt wurden.
 
Diese Tradition gab ich erst 1975 auf, als ich mit meinem Freund Rainer eine vierwöchige Interrail-Tour mit folgendem Reiseverlauf unternahm:
 
Paris – Avignon – Montpellier – Sète - Genua – Pisa - Livorno – Rom – Venedig – Cavallino - Wien – Innsbruck – Zürich – Paris – Amsterdam – Paris.
 
 

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Holpriger Start ins Berufsleben und frühe Familiengründung

Nach dem Abitur 1976 folgte ein unsägliches und überflüssiges olivgrünes Jahr, über das ich hier keine Worte verlieren möchte.
 
In dieser Zeit musste die Entscheidung über das Studium fallen. Statt zu überlegen, welches Schulfach mich am meisten interessiert hatte, habe ich es mir mal wieder leicht gemacht, und das Fach ausgesucht, für das ich in der Schule am wenigsten tun musste. Das war ein Teilbereich der Physik, nämlich die Mechanik. Also habe ich mich an der Uni in Kaiserslautern für Maschinenbau eingeschrieben. Ein klarer Fehlgriff, wie sich bald herausstellen sollte. Einen wirklichen Zugang zur Materie habe ich nie gefunden; für das leblose, kalte Metall konnte ich mich nie erwärmen.
 
Außerdem nahm das Leben plötzlich eine völlig neue Wendung. Mit der Geburt meiner Tochter trat das lästige Studium in den Hintergrund. Ein knappes Jahr nach ihrer Geburt wurde geheiratet, weil wir dadurch Einiges am Krankenkassenbeitrag einsparen konnten.
 
Nun war eine kleine Familie zu versorgen. Was lag näher, als das mühselige Studium abzubrechen und irgendwo Geld zu verdienen. Im ersten Jahr arbeitete ich als Hilfsarbeiter in einer Schlosserei (...schon wieder Metall!). Dann ergab sich die Gelegenheit, in der gleichen Firma eine Ausbildung zum Industriekaufmann zu absolvieren. Danach habe ich dort noch sieben Jahre als kaufmännischen Angestellter gearbeitet.
 
 

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Zeit des Ausprobierens
 
Jetzt verlief das Leben in geregelten Bahnen. Aber meine wahre Erfüllung hatte ich damit noch nicht gefunden. Also fing ich an herumzuprobieren.
 
Eine Eigenart, die sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Legen zieht, war in dieser Zeit besonders ausgeprägt. Ich habe immer wieder bestimmte Aktivitäten eine zeitlang äußerst intensiv betrieben um sie dann wieder völlig fallen zu lassen (siehe auch Musik oder Betze).
 
Spiegelreflex
 
 
 
So habe ich mich für die Dauer von ca. 3 bis 4 Jahren heftig mit Photographie (incl. Dunkelkammer) auseinandergesetzt. Ich möchte Euch hier nicht mit den Ergebnissen langweilen und zeige daher lediglich meine Ausrüstung.
 
 
 
 
 
 
 
Wir begannen uns mit Vollwertkost zu beschäftigen und da dies ebenfalls gründlich angepackt wurde, mündete das Bemühen in einem eigenen Naturkostladen namens Kornkammer, den ich im Nebenerwerb betrieb (Werbeslogan: Ich kaufe natürlich in der Kornkammer, dem Laden für wertvolle Vollwertnahrung). Der Laden war ein einziges Verlustgeschäft, aber die Arbeit hat Spaß gemacht und wir hatten für unseren Eigenbedarf alle Produkte zum Einkaufspreis. In dieser Zeit bestimmte das Ablaufdatum unseren Speiseplan. Nach ca. 3 Jahren gab ich den Laden auf; hauptsächlich aus finanziellen Gründen.
 
Im Beruf wurden immer mehr EDV-Elemente eingeführt. Ich konnte noch miterleben, wie ohne Bildschirm und Tastatur, nur mit Lochkarten gearbeitet wurde. Je intensiver ich mich mit den EDV-Anwendungen auseinandersetzen musste, um so mehr interessierte mich, was hinter den Masken passiert. In der EDV-Abteilung habe ich mir die BASIC-Handbücher besorgt und erste kleine Programme geschrieben.
 
Der Wunsch, nicht nur mit den Anwendungen zu arbeiten, sondern solche Anwendungen selbst zu gestalten, wurde immer stärker und gipfelte schließlich in der Kündigung und dem Beginn einer Ausbildung zum Organisationsprogrammierer in Neustadt/Weinstraße. Schon während der Ausbildung wurde mir klar, dass ich nun meine Bestimmung gefunden hatte und dies hat sich bis zum heutigen Tag bewahrheitet.
 
Die erste Arbeitsstelle führte mich nach München. Wie es mich von dort nach Österreich verschlagen hat, ist im Kapitel Dornbirn beschrieben.
 
 

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Eine kurze politische “Karriere“

Mitte der 80er war ich in der Friedensbewegung engagiert (Nato-Doppelbeschluss, Krefelder Appell ...). Dort habe ich Leute aus den verschiedensten politischen Lagern kennen gelernt. Von ultralinken (DKP, MLPD ...) über gewerkschaftliche bis hin zu christlichen Gruppen war hier alles vertreten. Als anfänglicher Einzelkämpfer habe ich nach einer politischen Heimat gesucht und meine Ansichten am ehesten bei den GRÜNEN wiedergefunden.
 
Also bin ich mal zu einer Kreisverbandssitzung gefahren, um die Leute näher kennen zu lernen. Zufällig waren an diesem Abend Wahlen zum Kreisvorstand; und schon war ich Parteimitglied und Mitglied des Kreisvorstandes. Wenig später wurden die Kommunalparlamente neu gewählt. Ich kandidierte für den Stadtrat und den Verbandsgemeinderat jeweils auf dem dritten Listenplatz... und wurde für beide Parlamente auf den ersten Platz hochkumuliert. Den Sitz im Verbandsgemeinderat gewann ich mit 7,2%, den im Stadtrat sogar mit 9,2%.
 
Gegen Ende der Legislaturperiode begann meine Ausbildung in Neustadt und das Kapitel “Kommunalpolitik“ war beendet.
 
 

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Auslandsaufenthalt

 Ihr meint, Österreich sei ja gar kein richtiges Ausland? Na, dann versucht mal dort hin zu übersiedeln. In Punkto Bürokratie sind wir Deutschen da echte Weisenknaben. Der Papierkram schien unüberbrückbar, zumal Österreich seinerzeit noch nicht zur EU gehörte.

 
Ihr meint, da spricht man die gleiche Sprache? Weit gefehlt. Insbesondere im Lebensmittelbereich (Obst, Gemüse, Molkereiprodukte) haben die Österreicher eigene Begriffe. Ein paar Beispiele gefällig?
 
österreichisch
deutsch
Fisiolen
Bohnen
Karviol
Blumenkohl
Grenn
Meerrettich
Obers
Sahne
Topfen
Quark
 
 
Das gilt für ganz Österreich.
 
Vorarlberg im Speziellen hat einen Dialekt, der mit dem restlichen österreichisch wenig bis nichts zu tun hat. Man spricht alemannisch, eine Mischung aus schwizerdütsch und schwäbisch, wobei vom schwäbischen hauptsächlich die Endung –le erkennbar ist. So nennen die Vorarlberger beispielsweise ihr Bundesland liebevoll “Das Ländle“. Gott sei Dank hatten wir in unserer Jugend einige Freunde im Schwarzwald und waren so des alemannischen wenigstens ansatzweise mächtig. Sonst hätten wir zu Beginn kein einziges Wort verstanden.
 
Auch hier wieder ein paar Beispiele, entnommen aus dem Büchlein “Grüß Gott in Voradelberg – Die ganze Wahrheit übers Ländle“ von Stefan Vögel und Klaus Lerch.
 
Wie viel kostet es?
Wövel wit?
Halten Sie bitte hier!
Blib sto.
Ich benötige dringend eine Sicherheitsnadel.
A Gluva, abr hüt no!
Entschuldigen Sie, aber der Fernseher funktioniert nicht!
Los! Dia Kischta tuat net.
Der Fensterladen klappert, weil er sich nicht festmachen lässt!
A Tscheppererei wegad dera hiniga Gadaladaläla!
Ich hätte gerne...
Bring no...
Behalten Sie das Kleingeld!
Palt des Glump!
Das Mädchen sieht sehr mager aus.
Isch des an Hoanza!
Muss man sich hier vor Dieben in acht nehmen?
Simmer scho im Muntafu?
 
Alles weitere über den Auslandsaufenthalt gibt’s im Kapitel Dornbirn.
 
 

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Zurück in der Pfalz

 
Es war von Anfang an klar, dass wir irgendwann wieder in die Pfalz zurückkommen. Dafür wollten wir uns aber wenigstens Zeit lassen, bis Verena in Österreich ihre Matura (österreichisches Abitur) in der Tasche hat. Aber wieder einmal kam alles anders:
 
Mein  Ardèche-Freund Michael arbeitete mittlerweile in einem Kaiserslauterer Systemhaus und informierte mich, dass man dort händeringend Software-Entwickler suchte. Kurz entschlossen wechselte ich nach Kaiserslautern, wir kauften uns eine Doppelhaushälfte und richteten uns häuslich ein. Hier lebten mittlerweile auch alle alten Freunde aus der Wolfsteiner Zeit.
 
Ab sofort ging’s in der neuen Firma bergab. Nach einem halben Jahr konnten erstmals die Gehälter nicht mehr gezahlt werden, nach zwei Jahren war der Konkurs perfekt.
 
Etwa ein halbes Jahr vor dem Konkurs wechselte mein Freund Michael zur damaligen “Werner Ernst Informatik Systemhaus GmbH“, einen Monat später folgte ich als zweiter Mitarbeiter (Personalnummer 3) in die kleine Firma. Mittlerweile haben wir alle unsere 10-jährigen Jubiläen hinter uns und die Anzahl der Mitarbeiter ist in 5 Standorten auf über 100 angestiegen.
 
am ArbeitsplatzNach mehreren Umfirmierungen heißen wir heute
 
            Logo: ABS AG     .
 
Die ersten 10 Jahre arbeitete ich als Projektentwickler. Mittlerweile bin ich im Support beschäftigt und unterstütze unsere über 250 Kunden bei Ihren Software-Problemen.
 
Es war unglaublich interessant die Entwicklung dieser erfolgreichen Firma quasi von Anfang an mitzuerleben und ich denke, dass ich hier meine endgültige berufliche Heimat gefunden habe.
 

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letzte Änderung: 03.06.2008